Tiefengeothermie in Schwerin-Lankow


Die Erdwärme ist eine unerschöpfliche Quelle, die das ganze Jahr über, unabhängig von Klima oder Jahreszeit, gewonnen und kostengünstig gespeichert werden kann. Dadurch ergeben sich erhebliche CO2-Einsparpotenziale.

Die Stadtwerke Schwerin verfügen über ein gut ausgebautes Fernwärmenetz in der Stadt. So ist die Nutzung der Erdwärme ein konsequenter Schritt in Richtung nachhaltiger und klimafreundlicher Energiegewinnung.

Das geplante Geothermie-Vorhaben symbolisiert auch die Ziele unseres Unternehmens, in Zukunft immer weniger auf fossile Energieträger angewiesen zu sein und sich von den Preisentwicklungen des Gasmarktes unabhängiger zu machen.


Was genau haben wir vor?

Die geologischen Verhältnisse am Standort in Lankow entsprechen denen in der gesamten Region. In einer Tiefe von etwa 1.300 Meter befindet sich zirka 53 Grad Celsius heißes Wasser. Für die Wärmegewinnung wird dieses mittels einer Pumpe nach oben befördert.

Die geothermische Energie wird dann durch einen Wärmeübertrager ausgekoppelt und im Heizkraftwerk-Lankow auf die erforderliche Temperatur gebracht, bevor es in das Fernwärmenetz der Stadt eingespeist wird. Das abgekühlte Thermalwasser wird wieder der gleichen Gesteinsschicht zugeführt, sodass ein geschlossener Kreislauf entsteht.

Für weitere Erklärungen haben wir einen Animationsfilm über die Funktionsweise der Tiefengeothermie für Sie erstellt. ► Film jetzt abspielen.

Die Fakten und Vorteile:

  • Erdwärme ist eine nahezu unerschöpfliche Energiequelle, die unabhängig von Klima oder Jahreszeit gewonnen werden kann
  • optimale Ausnutzung der geothermischen Energie, da das Fernwärmenetz in Schwerin sehr gut ausgebaut ist
  • die Stadtwerke sind unabhängiger von volatilen Preisentwicklungen an den Gasmärkten
  • es werden zwei Bohrungen bis auf eine Tiefe von 1.300 Metern abgeteuft (eine Förder- und eine Injektionsbohrung)
  • gefördert wird zirka 53 Grad Celsius heißes Thermalwasser
  • bedeutsamer Meilenstein auf dem Weg zur angestrebten CO2-Neutralität der Landeshauptstadt Schwerin bis 2050

Erster Spatenstich für Tiefengeothermievorhaben am Heizkraftwerk in Lankow

Symbolischer Knopfdruck, Copyright: SWS Spatenstich mit Symbolkraft – die Wand eines alten Kohlebansens am Heizkraftwerk in Lankow musste bereits weichen, um Platz zu schaffen, für eines der größten Geothermievorhaben in Mecklenburg-Vorpommern. Am 30. November 2015 begannen die Stadtwerke Schwerin offiziell und unter Beisein vieler Gäste mit den Arbeiten zur Gewinnung der Wärme aus dem Erdreich. Das Vorhaben ist ein bedeutsamer Meilenstein auf dem Weg zur angestrebten CO2-Neutralität der Landeshauptstadt bis zum Jahr 2050.


Minister übergab Zuwendungsbescheide für Geothermievorhaben an SWS

Minister Pegel übergibt Fördermittelbescheid, Copyright: SWS Energieminister Christian Pegel übergab am 14. Dezember 2015 zwei Zuwendungsbescheide an die Energieversorgung Schwerin GmbH & Co. Erzeugung KG. Diese Mittel in Höhe von insgesamt rund 9,2 Mio. Euro sollen gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie und dem Klimaschutz-Darlehensprogramm für das Projekt „Thermische Nutzung der vorhandenen Thermalsole zur Fernwärmeversorgung in der Stadt Schwerin“ eingesetzt werden.


gefördert durch:


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